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11.04.1959 05.05.1959 1962 1964 01.10.1964 01.04.1966 01.04.1969 05.05.1969 15.07.1970 1972 01.04.1972 01.06.1975 05./06.05.1979 01.10.1980 1980 März 1982 26.11.1982 Anfang 1983 01.10.1983 Anfang 1984 05.05.1984 04.10.1985 März 1986 1987 März 1987. 21.08.1987 23.10.1987 25.11.1987 21.12.1988 12.04.1990 21.12.1990 18.03.1992 08.05.1992 Mai 1992 08.03.1993 20.08.1993 24.08.1994 25.08.1995 11.11.1995 29.02.1996 01.10.1996 21.05.1998 01.07.1999 31.12.2002 30.06.2003 2004 Reisemonate des
JaboG 34 Die ersten Dienstgeschäfte des neuen Geschwaders übernahm Oberleutnant Brüning, der dort am 1.10.1958 als Büro- und Betreuungsoffizier eintraf. Ebenfalls im Oktober 1958 wurden die Aufstellungspläne geändert. Das JaboG 34 erhielt als Endstandort den Fliegerhorst Memmingerberg. Zu diesem Zweck wurde im Dezember 1958 die 2. Staffel und der Stab des JaboG 34 nach Faßberg verlegt. Die 2. Staffel des JaboG 35, mit deren Aufstellung in Faßberg bereits begonnen worden war, wurde in 1. Staffel JaboG 34 umbenannt und zusammen mit dem Stab der 2. Staffel zum JaboG 34 vereint. Mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Kommodore/JaboG 34 wurde Major Greve beauftragt. Im Dezember 1958 machte die Aufstellung des Geschwaders große Fortschritte. Bereits kurz nach der Verlegung nach Faßberg wurde eine Kfz-Abteilung aufgestellt, die dem S4 des Stabes (Sachgebiet Logistik) unterstand. Erste Priorität hatte die baldige Überführung der F-84 an den Standort. Während am Aufstellungsstichtag, dem 29.11.1958 gerade 31 Maschinen vorhanden waren, vergrößerte sich die Anzahl bis zum 31.12. auf ganze 46 Flugzeuge. Der 16. Dezember
1958 war der lang angekündigte Tag X der Indienststellung des JaboG
34. Damit stellte der Inspekteur der Luftwaffe das vierte Jagdbombergeschwader
feierlich in Dienst. 1959 Der Übungsalarm
am 6. März 1959 zeigte, dass noch viel zu tun war. Unter den Angehörigen
des Geschwaders befanden sich noch viele Kriegsgediente Soldaten. Um
so verwunderlicher war es, dass bei dieser Übung Mängel im
kriegsmäßigen Verhalten auftraten. Ob dies Mängel wirklich
nur auf teilweise fehlende Ausrüstungsgegenstände zurückzuführen
waren? Verlegung nach
Memmingerberg Am 8. April 1959 meldete das JaboG 34 den übergeordneten Dienststellen, dass es den Dienstbetrieb in Faßberg eingestellt hat und am 13. April in Memmingen wiederaufnehmen werde. Ebenfalls am 8.
April fand um 07.30 Uhr das letzte Briefing in Faßberg statt.
In den folgenden Tagen wurden das bereits verpackte Material des Geschwaders
auf Bahnwaggons verladen und nach Memmingen transportiert. Dort fand
am Samstag, dem 11. April 1959 um 07.30 Uhr das erste Briefing statt.
Ab Montag den 13.04.1959 wurde mit dem Flugbetrieb in Memmingen begonnen. Die Aufbaujahre
in Memmingen Sehr schwierig gestaltete sich die Unterbringung der Flugzeuge des Geschwaders. Da die Flugzeuge nicht alle in den zur Verfügung stehenden Hallen untergebracht werden konnten, musste ein Teil auf dem Hallenvorfeld abgestellt werden. Trotz aller auftauchender Probleme wurden ab dem 13. April 1959 in der näheren Umgebung des neuen Standorts die ersten Orientierungsflüge durchgeführt. Mit Beginn des Düsenflugbetriebes meldeten sich in der lokalen Presse auch die ersten Gegner des Geschwaderflugbetriebes zu Wort. Wegen fehlender Arbeitsstätten und Ersatzteile war die Wartung und Instandsetzung der Flugzeuge des Geschwaders zunächst so gut wie unmöglich. Obwohl die Technische Gruppe sofort begann, ihre Werkstätten einzurichten, sank der Flugzeugklarbestand bis zum 26. April auf 18 bis 20 Maschinen ab. Ein weiteres Anhalten dieser Tendenz musste befürchtet werden. Selbst bei den für den Einsatz flugklaren Flugzeugen wurden Funktionsstörungen festgestellt. Einige Piloten hatten bemerkt, dass bei ihren Luftfahrzeugen das hydraulisch betätigte Höhenruder nicht einwandfrei funktionierte. Der Bedarf an gut ausgebildeten Technikern war auch in der Folgezeit sehr groß. Das Geschwader war selbst nicht in der Lage so schnell darauf zu reagieren und geeignetes Personal auszubilden. Deshalb wurden mit dem 3. Mai 1959 zwanzig Flugzeugmechaniker und ein Flugzeugmechanikermeister zukommandiert, um die im Verband aufgetretenen Engpässe zu entschärfen. Neben der Wiederaufnahme des Einsatzflugbetriebes stand während der ersten Wochen auf dem Memmingerberg die Neuorganisation des jungen Geschwaders an. Zur Sicherung der Flugplatzeinrichtungen wurden Sperrzonen eingerichtet, die nur mit den entsprechenden Sonderausweisen betreten werden durften. Auch das Leben in
der Kaserne musste am neuen Standort geregelt werden. Laut Geschwaderbefehl
vom 16. April 1959 wurde die Dienstzeit wie folgt festgelegt: Die Indienststellung
des Geschwaders in Memmingen am 5. Mai 1959 Um einen reibungslosen
Ablauf der Feierlichkeiten sicherzustellen, bedurfte es intensiver Vorbereitungen.
Am 3. April erhielt das Geschwader ein Schreiben des Stabschefs der
Luftwaffengruppe Süd, in dem die grundsätzlichen Richtlinien
für den 5. Mai festgelegt wurden: Am 5.05. fand um
11.00 Uhr in Anwesenheit des Bundesministers der Verteidigung, Herrn
Dr. Franz Josef Strauß und des Inspekteurs der Luftwaffe, Herrn
Generalleutnant Kammhuber, im Rahmen einer Feierstunde auf dem Fliegerhorst
Memmingerberg die Indienststellung des JaboG 34 statt. Die Liste der Ehrengäste
zu diesem Anlass war länger als gedacht. Der Bundesverteidigungsminister,
führende Vertreter der Bundeswehr und der Verbündeten, Politiker
und Repräsentanten aus Verwaltung und Kirchen wurden geladen, um
der Indienststellung des JaboG 34 auf dem Memmingerberg beizuwohnen. Natürlich sollten
die Feierlichkeiten nicht nur einer Handvoll ausgesuchter Ehrengäste
vorbehalten sein, sondern die gesamte Bevölkerung wurde aufgefordert,
den Fliegerhorst und die dort stationierten Flugzeuge selbst in Augenschein
zu nehmen. So hatten sich rund 4000 Zuschauer auf dem Fliegerhorst eingefunden,
um bei schönstem Maiwetter dieser Zeremonie beizuwohnen. Neben
den gesamten Gästen des Geschwaders hatten sich auch eine ganze
Reihe von Pressevertretern aus dem In- und Ausland angesagt. Somit war
sichergestellt, dass auch die breite Öffentlichkeit im In- und
Ausland erfahren konnte, dass die Luftwaffe von nun an auf dem Memmingerberg
über ein Geschwader verfügte. Nachdem der Verteidigungsminister
Dr. Franz Josef Strauß erläutert hatte, wie schwer es ihm
gefallen war, trotz entgegenlautender Versprechen, auf dem Fliegerhorst
Memmingerberg Düsenbomber zu stationieren, ging er auf die Notwendigkeit
ein, vor allem "in diesen schweren Wochen" (Berliner Krise)
die Verteidigungskraft des westlichen Bündnisses zu stärken.
"(...) bekennen wir uns entschlossen zur Pflichterfüllung
Schulter an Schulter mit 14 befreundeten Nationen. In diesem Geist stelle
ich das Bombergeschwader in den Dienst." Während der
Rede des Verteidigungsministers flog ein Verband von 16 F-84F des JaboG
32 im Tiefflug eine Ehrenrunde über den Flugplatz. Der Inspekteur der
Luftwaffe, Herr Generalleutnant Kammhuber, äußerte in seiner
Rede den Wunsch, dass der Memmingerberg für das Geschwader eine
neue Heimat werden soll. "Schaffen Sie mit der Bevölkerung
und allen amtlichen und privaten Stellen ein enges Verhältnis,
dass die Truppe gern gesehen wird und sich beheimatet fühlt."
Außerdem forderte er alle angehörigen des Geschwaders auf,
das Bestmögliche zu tun, damit das Geschwader bis zum Ende des
Jahres in die taktische Führung der NATO aufgenommen werden könne. Nach dem offiziellen
Teil hatten die Besucher die Möglichkeit, die 54 in Paradeaufstellung
aufgereihten Düsenflugzeuge vom Typ F-84F zu besichtigen. Die Besucher
und Gäste des Geschwaders zeigten sich so interessiert, dass die
Soldaten, die zur Betreuung abgestellt waren, Mühe hatten, alle
Fragen zu beantworten. Im Anschluss an
die feierliche Indienststellung des Geschwaders gab Bundesverteidigungsminister
Strauß eine Pressekonferenz, in der vor allem die Kontroversen
zur Sprache kamen, die die Feierlichkeiten überschattet hatten.
Weder der Bürgermeister noch die Stadträte der Stadt Memmingen
waren der Einladung zu den Feierlichkeiten des Fliegerhorstes gefolgt.
Diese Verstimmung beruhte auf einem nicht beantworteten Schreiben der
Stadt Memmingen an den Bundesminister der Verteidigung, in dem in Anbetracht
der zu erwartenden Lärmbelästigung durch den Fliegerhorst
gegen die Stationierung in Memmingerberg protestiert wurde. Das Fernbleiben
der Vertreter der Stadt Memmingen - dies wurde ausdrücklich betont
- war nicht aus grundsätzlichen Erwägungen gegen die Wiederbewaffnung
der Bundesrepublik Deutschland erfolgt. Über 4 Stunden
dauerte die Zeremonie der Indienststellung und der Besichtigung. Erst
gegen Abend verließen die letzten Besucher den Fliegerhorst. In der Pressemeldung
der Memminger Zeitung vom folgenden Tage, dem 6.5.1959 war diesem Ereignis
ein ganzer Teil gewidmet. Der Beginn des
täglichen Flugbetriebes auf dem Memmingerberg Am 12. Juni wurde
beim Geschwader der erste UAL durchgeführt. In einer Ansprache
begrüßte der Kommodore die Teilnehmer dieses Lehrganges,
die aus allen Einheiten des Fliegerhorstes stammten. Für den 31.
August war eine Übung unter dem Decknamen "Ulmer Spatz"
angesetzt, jedoch endete schon der erste Flug mit einem tödlichen
Absturz von OLt Czechowski nordwestlich von Amendingen. Ab August wurden
die Luftfahrzeuge des Geschwaders mit neuen Triebwerken ausgerüstet.
Beim täglichen Flugbetrieb traten im Laufe dieser Umrüstung
ganz erhebliche Mängel an den neu ausgelieferten Triebwerken auf.
Daraufhin befahl der Kommodore, Oberstleutnant Greve, ende Dezember
zwischenzeitlich den Stopp der Umrüstung, um die Sicherheit der
Piloten nicht zu gefährden. Außerdem kam hinzu, dass die
Wartung der neuen Flugzeuge angesichts fehlender Ersatzteile kaum möglich
war. Dies zeigte sich drastisch in den Zahlen des LFZ-Klarstandes, der
teilweise auf bis zu 50 % absank. Auch sonst gestaltete
sich der Nachschub sehr schwierig. Die erforderliche technische Ausrüstung
war im gesamten Geschwader und in fast allen Teilbereichen unzureichend.
Im besonderen traf dies für die ABC-Schutzausrüstung zu. Sowohl
Filter als auch ABC-Taschen fehlten komplett. Nur jeder zweite Soldat
konnte zu dieser Zeit mit einer Handfeuerwaffe ausgerüstet werden.
Weitaus besser sah es mit Munition und Kraftfahrzeugen aus. Bei den Unterkünften
tat sich in dieser Zeit sehr viel. Der ganze Fliegerhorst glich in dieser
Zeit einer großen Baustelle, so dass man bis zum Jahresende auf
eine ausreichende zahl von Unterkünften zurückgreifen konnte. Weltweites Aufsehen erregte das Geschwader am 22.10.1959 durch den Irrflug zweier F-84F in die damalige CSSR und das nachfolgende Tauziehen um deren Freilassung.
In der ersten Märzwoche
wurde das Geschwader neu gegliedert, um die Einsatzbereitschaft und
Sicherheit der fliegenden Truppe zu erhöhen. Am 8. Mai wurden
erstmals zu einem Flugtag die Tore des Fliegerhorstes für die umliegende
Bevölkerung geöffnet. Ein Programm, das tollkühne Flugakrobatik
versprach, lockte mehr las 50.000 Zuschauer auf das Flugplatzgelände.
Fliegerische Kunststücke und waghalsige Fallschirmabsprünge
sorgten dafür, dass wohl keiner von ihnen enttäuscht nach
Hause ging. Im Sommer dieses
Jahres verlegte das Geschwader erstmals in seiner Geschichte nach Bandirma
in die Türkei. Dort mussten sich die nun vollständig ausgerüsteten
Geschwaderangehörigen auch unter extremen klimatischen Bedingungen
bewähren. Allerdings lies dort auch die Infrastruktur mehr als
zu wünschen übrig. Auf dem Schießplatz wurden jedoch
ausgezeichnete Ergebnisse sowohl mit der Kanone als auch beim gezielten
Bombenabwurf erreicht. Diese Ergebnisse führten dazu, dass diese
Verlegung, die ursprünglich 2 Monate dauern sollte, 14 Tage früher
als geplant beendet werden konnte. Ebenfalls in diesem
Jahr feierte das Geschwader das erste große Flugstundenjubiläum,
die 10.000ste Flugstunde mit einer F-84F. (c) jabog34.de, 17.11.2003
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