Unsere Dienstzeit begann am 4. Juli 1994 im 2./LwAusbRgt 3 Mengen/Hohentengen. Hier erhielten wir unsere Grundausbildung. Damals kannten wir uns noch gar nicht alle, da wir teils auf verschiedene Züge verteilt waren.

In einer Gruppe zusammengekommen sind wir erst in der Luftwaffensicherungsstaffel Memmingen des Jagdbombergeschwaders 34 "Allgäu" in Memmingen. Um genau zu sein, in der 3. Gruppe des I. Zuges. Den ersten Schock hielten unsere Vorgesetzten für uns parat:
"Kampfschwimmerausbildung? Schon mal mit dem Fallschirm gesprungen? Nahkampfausbildung? Nein? Macht nichts! Sie werden es lernen!"

Waren die ersten Worte mit denen wir nach unserer Versetzung in Memmingen im Gezi begrüsst wurden. Versprechen, die wie einige weitere dieser Art leider nie umgesetzt wurden. Nicht, dass wir etwas dagegen gehabt hätten, all das als unseren Tätigkeitsbereich anzusehen, aber uns wurde der Eindruck vermittelt, als hätten wir in der Grundi gar nichts gelernt.
Und so war es auch.

Auch wenn wir keine Fallschirmsprünge gemacht haben und keine Ausbildung zum Kampftaucher, so hat sich doch herausgestellt, dass die Vorgesetzten nicht nur grosse Reden geschwungen haben, sondern auch kompetent in Theorie und Praxis waren. So haben wir gleich nach unserer Ankunft in Memmingen eine Ausbildung erhalten, welche nicht nur fordernd war und Spass gemacht hat, sondern durch die Kompetenz unserer Vorgesetzten auch kritischen Gemütern nahegebracht werden konnte.

Zugegeben, mit unserem Gruppenführer und unserem Zugführer hatten wir Glück. Die Ausbilder haben erreicht dass die Gruppe auch in schwierigsten Lagen selbständig agierte. Die Motivation stieg schliesslich soweit, dass die "Kaputten" auch nach Dienst in ZDVs vertieft vorgefunden wurden.

Die Kaputten??? Das sind wir:

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Alex Bernhard Frank Harald Heiko
Alex Bernhard Frank Harald Heiko

Nein, wir sind nicht die gesamte 3. Gruppe. Es ist schlichtweg unmöglich, dass sich alle zwölf Mann einer Gruppe derart gut verstehen, dass sie vier Jahre nach ihrer Zeit beim Bund eine gemeinsame Homepage aufmachen. Unsere Gruppe war auf drei Stuben verteilt, welche jeweils für fünf bzw. sechs Mann ausgelegt waren. Daher brachte uns zunächst einmal unser Nichtraucherstatus zusammen, obwohl wir damit immer noch auf zwei "Nichtraucherstuben" verteilt waren. Was dann den endgültigen Ausschlag gegeben hat war wohl, dass wir der Ausbildung und Tätigkeit beim Bund offen gegenüberstanden und sahen, dass wir bei Eigenengagement auch Spass daran haben konnten. Diese Freude an unserer Tätigkeit haben wir geteilt und die Erinnerung daran noch ins Zivilleben hineingetragen.

Und obwohl wir ein Jahr lang nahezu den ganzen Tag miteinander verbrachten, konnten wir uns sogar noch nach unserer Zeit beim Bund leiden. Mehr noch: Wir trafen uns, und egal zu welchem Anlass (Grillen, Theater, Oktoberfest...), schliesslich schwelgten wir dann doch immer in Erinnerungen an "alte Zeiten" und unsere "Heldentaten".

Allerdings haben mit der Zeit Freundschaften eine eigene Basis gefunden, und so ist aus einer sehr guten Kameradschaft teils doch etwas mehr geworden.


(c) jabog34.de, 03.06.2007